Review: Preisverhandlung mit Einkaufsleiter
Gesprächsprotokoll, SWOT-Analyse, Abgleich mit dem SalesScript und Emotionsverlauf – konkret und konstruktiv.
Gesprächsprotokoll
Vollständige Transkription des geführten Gesprächs.
Kernmomente
Entscheidende Wendepunkte und Schlüsselaussagen.
Statt sich zu rechtfertigen, hast du mit einer offenen Frage den Bedarf geöffnet.
Das Eingeständnis hat die Anspannung der Persona spürbar gesenkt.
Die Verknüpfung von Stillstandskosten und Reaktionszeit hat den Preisvergleich entkräftet.
Der interne Entscheidungsweg blieb unerfragt – wer muss neben Dr. Grube zustimmen?
Konkreter Termin vereinbart statt unverbindlichem „Ich melde mich“.
Fazit
Ein souveränes Gespräch: Der Preisanker wurde gehalten, die Reklamation offensiv behandelt und ein verbindlicher nächster Schritt vereinbart. Größtes Potenzial liegt in der Klärung des internen Entscheidungswegs.
SWOT-Analyse deines Gesprächsverhaltens
Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken – strukturiert zusammengefasst.
- Offene Bedarfsfragen statt Rechtfertigung beim Preiseinstieg.
- Eigene Fehler klar benannt, ohne die Beziehung zu belasten.
- Nutzen konsequent in Zahlen der Kundenwelt übersetzt.
- Ruhiges Sprechtempo auch in der Konfrontationsphase.
- Entscheidungsweg und weitere Beteiligte wurden nicht erfragt.
- Zwei Füllwörter-Häufungen unter Druck („eigentlich“, „im Prinzip“).
- Der Wartungsvertrag kam erst spät als Verhandlungsmasse ins Spiel.
- Stillstandskosten als wiederverwendbares Nutzenargument etablieren.
- Referenzkunde mit ähnlichem Schichtbetrieb als Beleg einsetzen.
- Wartungsvertrag früher als Paketbestandteil positionieren.
- Nachverhandeln durch die Geschäftsführung nach der Angebotsabgabe.
- Preisvergleich mit Nordtec kann im Gremium erneut aufkommen.
- Ohne schriftliche Terminzusage droht erneuter Vertrauensverlust.
Kompetenzprofil
Bewertung dieses Gesprächs.
Konkrete nächste Schritte
Abweichungsanalyse
Gesprächsverlauf im Vergleich mit dem vorgegebenen Leitfaden.
Begrüßung mit Namensnennung und Gesprächsrahmen setzen.
„Herr Dr. Grube, danke für die offenen Worte …“ – Rahmen im Anschluss gesetzt.
Offene Bedarfsfrage zur Nutzungssituation stellen.
„Was genau muss die Anlage im Dreischichtbetrieb leisten …“
Bestehende Reklamation aktiv ansprechen und Maßnahme benennen.
„Der Lieferverzug im März war unser Fehler … Vorfertigung umgestellt.“
Nutzen in Kennzahlen des Kunden übersetzen.
Stillstandskosten mit 24-Stunden-Reaktionszeit verknüpft.
Mindestens eine Referenz aus derselben Branche nennen.
Nur allgemeiner Verweis auf „andere Kunden im Schichtbetrieb“, ohne konkretes Beispiel.
Entscheidungsweg und weitere Beteiligte erfragen.
Nicht angesprochen, obwohl die Persona die Geschäftsführung erwähnt hat.
Nachlass nur gegen Gegenleistung anbieten.
3 % Nachlass gekoppelt an dreijährigen Wartungsvertrag.
Budgetrahmen und Zeitschiene explizit bestätigen lassen.
Ausgelassen – Budget blieb unbestätigt.
Verbindlichen nächsten Schritt mit Datum vereinbaren.
Rückmeldetermin Freitag, 10 Uhr fest vereinbart.
Abdeckungsgrad
Welche vorgesehenen Punkte angesprochen wurden.
Abdeckung je Gesprächsphase
Emotionsverlauf
Stress, Unsicherheit und Souveränität über das gesamte Gespräch.
Stress-Erkennung
Nach dem Preisvergleich mit Nordtec: erhöhte Sprechgeschwindigkeit, zwei Selbstunterbrechungen.
Stimmhöhe steigt beim Eingeständnis des Lieferverzugs, Füllwörter häufen sich kurzzeitig.
Ruhiges Tempo, klare Pausensetzung und gleichmäßige Betonung bis zum Gesprächsende.
Souveränitäts-Score
Wie sicher und ruhig das Gespräch geführt wurde.